Kunstfluss Wupper 2005

der Pressespiegel

Monat Mai

   
WZ - 31. Mai  

"Kunstfluss" bietet ganz neue Ansichten
Die Aktion "Kunstfluss Wupper" macht's möglich: Ganz neue Ansichten bieten sich an vielen Stellen der Wupper, hier an der Schwebebahnstation Kluse. Zahlreiche Schulen stellen derzeit ihre Installationen entlang der Wupper von Wipperfürth bis zur Kohlfurther Brücke aus.

Foto: Andreas Fischer

   
WZ - 28. Mai  
„Kunstfluss" beginnt
Im Haus der Geschichten in Marienheide-Müllenbach wird heute um 10.30 Uhr Eröffnung der diesjährigen Veranstaltungsreihe „Kunstfluss Wupper" gefeiert. In Wuppertal präsentieren mehrere Schulen bereits seit Mittwoch ihre Projekte an verschiedenen Stellen der Wupper. Der Auftritt der „Sagenhaften Wupperkinder" im Strandcafe findet erst am 18. Juni und nicht, wie irrtümlich gemeldet, morgen statt.
   
Kölner Stadtanzeiger - 27. Mai  

Fahnen und Fische für den Kunstfluss
Die Rheinische Schule für Körperbehinderte verwandelte die Wupper in einen „Kunstfluss“.
Leichlingen - Fliegende Fische, bunt bemalte Fahnen und farbige Steine - im Rahmen der regionalen Aktion „Kunstfluss Wupper“ haben sich die Schülerinnen und Schüler der Rheinischen Schule für Körperbehinderte in Leichlingen mächtig ins Zeug gelegt, um den Fluss hinter ihrem Gebäude in Büscherhöfen zu verschönern. Gleich acht Klassen beteiligten sich mit Einzelprojekten, die bis nächsten Freitag komplett aufgebaut und anschließend zu bewundern sein sollen. Gemeinsam mit ihren Betreuerinnen spannten die Schüler am Mittwoch zum Beispiel Fische auf Plexiglasscheiben an einem Stahlseil über den Fluss. Eine Klasse zwei ließ am Ufer ein Wasser-Fabelwesen aus bemalten Steinen entstehen.
Mit der nun zum dritten Mal stattfindenden Aktion soll die Wupper von der Quelle bis zur Mündung auf einer Länge von 113 Kilometern mit Kunst versehen werden. Nachdem in den vergangenen zwei Jahren der Schwerpunkt auf der bildenden Kunst lag, ist das Augenmerk nun auf die darstellende Kunst gerichtet.
Entsprechende Veranstaltungen finden vom kommenden Samstag bis Ende Juni in Müllenbach, Wipperfürth, Hückeswagen und Leverkusen-Rheindorf statt. Grundsätzlich sind bei „Kunstfluss Wupper“ professionelle Beiträge ebenso willkommen wie das Mitwirken von Laien und Schülern. (maw)

Bevor die bunten Fische mit einem Stahlseil über die Wupper gespannt werden sollten, sonnten sich sie sich mit den Kindern am Ufer. Die Rheinische Schule für Körperbehinderte in Leichlingen hat sich mit insgesamt acht Bastel-Aktionen am "Kunstfluss Wupper" beteiligt.

   
WZ - 26. Mai  
Blau blüht nicht nur der Enzian
„Ist Wasser blau?" Mit ihrem Projekt zu einer Farbe irritierte die Grundschule Haarhausen Schwebebahnfahrer und eröffnete die Aktion „Kunstfluss 2005".

Von Manfred Görgens
„Pippin der Große macht sich in die Hose", so der Kinderreim. Pippin der Kleine steht derweil an der Rosenau, dem Oberbarmer Wupperufer, um von hier auf Wanderschaft zu gehen. Denn unser Pippin ist von Geburt kein Herrscher, sondern eine Wanderratte, erdacht und gemacht von der Städtischen Realschule Leimbacher Straße.
Wer Wuppertals Kulturgeschehen verfolgt, ahnt da schon: Der „Kunstfluss" hat uns wieder. Zur Eröffnung der Kulturwochen erschienen am gestrigen strahlenden Morgen gut 500 Schüler, rund die Hälfte der jungen Künstler, die zum Wupperwasser etwas beizutragen haben.
Zum Auftakt hatten sich um zehn Uhr zwei Dutzend blau bemalte Schüler der Grundschule Haarhausen in die Schwebebahn gesetzt und ihren verblüfften Mitreisenden eine ziemlich unbequeme Frage gestellt: „Ist Wasser blau?" Hannah Jaspers und Sabrina Peincke fanden manche Antworten doof: „Die meisten haben nur Nein gesagt. Und andere Ja." Sie selbst wissen es besser, aber das soll hier nicht so genau verraten werden. Wichtiger ist ja auch, dass die Schüler nach dem Interview den Affen im Zoo ihre Bilder vor die Nase hängten.
Zurück in Oberbarmen, konnte dann mit Limo auf die erste gelungene Aktion angestoßen und das große Fest eröffnet werden. Mit dem „Rattensong" heizte ein Chor der Erich-Fried-Gesamtschule Ronsdorf dem wohlgelaunten Publikum ein. Sichtbarer Beitrag der Ronsdorfer Schüler zum „Kunstfluss" ist ein Wupper-Wanderfisch-Programm, das mit Fischstäbchenfischen und anderen skurrilen Grätenkameraden auf das neue Leben in einer attraktiveren Wupper hinweist.
Nicht minder originell fallen die übrigen Schulprojekte aus, die für die nächsten Wochen am Flussufer zu bestaunen sind. „Gratulation der Grundschule Yorckstraße" stand auf einem Dankespaket, das die Veranstalter für den Beitrag „Wupperball" überreichten. „Traumfänger" steuerte die Grundschule Nützenberger Straße bei, denn „unsere Wupper ist wirklich traumhaft". Einen „Klangteppich" legte das Solinger Humboldt-Gymnasium im Wasser aus.
„Die sagenhaften Wupperkinder" wird am Sonntag ab 16 Uhr die Grundschule Nathrather Straße auf das Parkett des Kohlfurther „Strandcafes" legen. Und das alles ist nur der Anfang: Bis zum 26. Juni begleitet der „Kunstfluss" die Wupper von der Quelle bis zur Mündung und beweist wieder einmal, dass unser kleiner Strom eine wahre Größe ist.

 

 

Start der Aktion „Kunstfluss" - mit viel Blau.

Foto: Andreas Fischer

   
WZ - 24. Mai  
Die Kunst fließt ab morgen durchs Tal
Wuppertaler Schulen beteiligen sich am „Kunstfluss Wupper" / Programm auch in Wipperfürth
Von Martina Thöne
„Jetzt erst recht", könnte das inoffizielle Motto heißen. Das offizielle klingt nüchterner: Ab morgen rauscht der „Kunstfluss Wupper 2005". Wenn die dritte Auflage der fast fünfwöchigen Kunstaktion um 12.30 Uhr an der Rosenau eröffnet wird, darf mit einem großen Aufmarsch kleiner Wuppertaler gerechnet werden.
Dass sich auch in diesem Jahr rund 800 Kinder beteiligen, ist der beste Beweis für das Durchhaltevermögen der jungen Kreativen, nach den mutwilligen Zerstörungen der Vorjahre aber zugleich alles andere als selbstverständlich. Denn der Schock und die Wut über die böswilligen Kräfte, mit denen unbekannte Täter immer wieder liebevoll aufgebaute Installationen an und in der Wupper vernichtet haben, sitzt tief. „Es floss mehr als eine Träne", weiß Rainer Grassmuck von der organisierenden Künstlergemeinschaft. „Die Kinder mussten erst einmal wieder aufgerichtet werden", bestätigt Moni Hensche, ebenfalls Sprecherin des Vereins „Kunstfluss Wupper".
„Jetzt erst recht", dürften sich die Wuppertaler Schüler denken und neu durchstarten. Die kunterbunten Figuren, die sie jedes Jahr zum Kunstprojekt beisteuern, sind schließlich nicht mehr wegzudenken - auch wenn der dritte „Kunstfluss" den Hauptakzent diesmal nicht auf die Bildende, sondern auf die Darstellende Kunst legt. Auf einer Freiluft-Bühne auf dem Hausmannsplatz in Wipperfürth, direkt am Wupperufer, dürfen Schauspieler und Sänger, Literaten und Musiker an drei Wochenenden Theater machen. Offiziell geht das dramatische Treiben am 28. Mai los.
Die einen mögen Fisch, die anderen Nager
Die Schulprojekte starten jedoch bereits drei Tage früher - und spielen sich hauptsächlich auf Wuppertaler Boden ab. Dabei knüpft die Erich-Fried-Gesamtschule mit neuen Blickfängen an eine altbewährte Idee an. Ab morgen spannt das „Wupper-Wanderfisch-Programm" an der Schwebebahn-Station Klüse offiziell einen Bogen über die Wupper - besser gesagt ein Fangnetz, in dem sich plastische und flache Fische, tierisch bunte Figuren, tummeln.
Die einen setzen auf Fisch, die anderen favorisieren Nager, die sonst nicht in dem Verdacht stehen, allseits begehrt zu sein: Kleine und große „Wander-Ratten" schickt die Realschule Leimbacher Straße ins Rennen. Die erste Station ist morgen um 10 Uhr das Beer-Sheva-Ufer, Nähe Alter Markt. Ebenfalls am 25. Mai bittet die Grundschule Yorckstraße an der Haltestelle Stadion zum Kopfball-Spiel und postieren Schüler der Grundschule Haarhausen nahe der Färberei in Oberbarmen bunte Stoffbahnen in und an der Wupper.
Das meiste Theater gibt es allerdings in Wipperfürth. Aber auch dort sind Wuppertaler Kreative vertreten - hauptsächlich am kommenden Wochenende. Das Wupper Theater sorgt auf der Open-Air-Bühne für „Bergisches Grün" (28. Mai, 16 Uhr), das Theater in Cronenberg präsentiert „Ein Kessel Buntes" aus seinen Revuen (28. Mai, 19 Uhr),
Jordan Böhm und Rie Shiikawa verbinden Tanz, Musik und Text zur „Metamorphose" (29. Mai, 13 Uhr), das Wuppertaler Taltontheater zeigt Jean-Paul Sartres „Geschlossene Gesellschaft" (29. Mai, 18 Uhr).
In Wipperfürth sorgen insgesamt 25 Künstler und Gruppen bis zum 26. Juni für ein buchstäbliches dramatisches Programm -während die Organisatoren hoffen, dass die dritte Wupper-Belebung viele Neugierige, aber keine mutwilligen Zerstörer anzieht. Abdecken können und wollen sie die einzelnen Installationen auf Wuppertaler Boden jedenfalls nicht. Schon jetzt hängen beispielsweise die „Traumfänger" der Grundschule Nützenberger Straße am Robert-Daum-Platz. „Wir können nur hoffen, dass sich ,Paten' finden, die ein wachsames Auge auf die Kunstwerke haben", sagt Hensche. Weitere Informationen zum Programm gibt es im Internet unter
• www.kunstfluss-wupper.de

 

 

Auch in diesem Jahr fährt der Wassermann, das blaue "Kunstfluss"-Maskottchen, wieder fleißig Schwebebahn - und hält einen Korb mit Programmheften zum Mitnehmen.

Foto: Kurt Keil

   
Wuppertaler Rundschau - 18. Mai  
Geheimnisvolle Spur der Wupperratten
Vom 28. Mai bis zum 26. Juni verwandelt sich der Fluss in die längste Galerie der Welt
Vom 28. Mai bis zum 26. Juni wird sich die Wupper in die längste Galerie der Welt verwandeln, denn zum dritten Mal laden Künstler der anliegenden Städte zu der Aktion „Kunstfluss Wupper" ein. Wieder hat sich das Organisationsteam um Rainer Grassmuck und Monika Hensche einiges einfallen lassen, um den Fluss unter ungewöhnlichen Aspekten mit neuem Leben zu füllen, die Ufer zu einer Bühne werden zu lassen, auf der ein hochkarätiges und facettenreiches Kulturprogramm abläuft.
„In diesem Jahr wird es erstmalig keine Veranstaltungen geben, die parallel ablaufen. So haben auch wir die Möglichkeit, alles zu sehen und zu erleben", freut sich Monika Hensche, auf die bis zum Beginn von „Kunstfluss Wupper" noch jede Menge Arbeit wartet. Während das Bühnenprogramm in diesem Jahr direkt am Wupperufer in Wipperfürth abläuft, beschränken sich die Schulaktionen
auf Wuppertal. Von der Rosenau bis nach Vohwinkel finden spannende Aktionen, Ausstellungen und Performances statt. Drei Barmer Schulen zeigen ihre Projekte erstmalig am Mittwoch, 25. Mai, 12.30 Uhr, in der Rosenau. Am Robert-Daum-Platz sind gleichzeitig die Traumfänger der Grundschule Nützenberger Straße zu finden, und die Schüler der Yorkstraße lassen sich am Stadionufer nieder.
Wanderratten am Ufer
Spannend die Idee der Realschule Leimbacher Straße, die eine Gruppe Wanderratten entlang des Wupperufers schickt. Die riesigen Figuren, von den Schülerinnen und Schülern selbst erdacht und hergestellt, werden sich am 25. Mai am Alten Markt in Bewegung setzen, Ziel ist dann am 25. Juni im Foyer des Rex-Theaters. Auch Schulen aus Hückeswagen, Solingen, Leichlingen, Leverkusen und Remscheid kommen mit ihren Installationen und/ Projekten nach Wuppertal.
Hauptort Wipperfürth
Die darstellende Kunst hat sich in diesem Jahr am Hausmannplatz in Wipperfürth niedergelassen und beschränkt ihr Programm auf drei Wochenenden. „Die Bühne steht direkt am Wupperufer, der Fluss fällt hier fast 50 Meter in die Tiefe, fast wie ein Wasserfall. Ausreichende Parkplätze stehen hier ebenfalls zur Verfügung", berichtet Rainer Grassmuck begeistert, der sich seine Highlights aus dem abwechslungsreichen Programm bereits herausgesucht hat. „So wird es eine Flussreise mit vielen Überraschungen geben, bei der die Künstler die Besucher zu den verschiedensten Stationen führen", verrät er erfreut über das große Interesse von allen Seiten. „Selbst mit den Interkulturtagen ist eine Kooperation geplant, beim Mittelmeerfest sollen am 24. Juni Lichterkränze über den Fluss reisen", ergänzt Monika Hensche. Das Barmer Haus der Jugend beteiligt sich mit einem Umweltbus, in dem drei Tage lang das Leben in der Wupper erforscht wird, und auch der Wuppertaler Zoo sitzt erstmalig mit im bunten Boot. Wie schon in den Vorjahren reist der blaue Wassermann wieder mit der Schwebebahn, um so auf die Aktionen und die einzelnen Stationen aufmerksam zu machen.
Sehenswertes Programm
Ob das Theater in Cronenberg (TiC), das Wupper Theater, die Gruppe „Randvoll" aus Remscheid oder die Wuppertaler Schattenspringer, beim „Kunstfluss" machen alle mit. Dazu kommen Musik und Performances, die sich zum Teil mit dem Fluss direkt auseinander setzen. Es gibt Begegnungen mit fremden Kulturen, mit Naturkatastrophen, und es geht um die Erfahrung mit Heimat und dem Verlust der Wurzeln. Mit Adaeva ist auch eine ehemalige Tänzerin des Wuppertaler Tanztheaters mit ihrer eigenen Choreographie vertreten.
Das druckfrische ausführliche Programmheft liegt in den Rathäusern der beteiligten Städte sowie im Info-Zentrum am Döppersberg und in der Rathausinformation aus. Infos im Internet unter www.kunstfluss-wupper de
Sabina Bartholomä

 


Monika Hensche und Rainer Grassmuck haben die Organisation fest im Griff.

 


Im Kunstkurs der Städtischen Realschule an der Leimbacher Straße wird fleißig an den Wupperratten gebastelt.

Fotos: Jörg Lange

   
Remscheider General Anzeiger - 17. Mai  
Foto-Künstler bei "Kunstfluss Wupper 2005"
Von Frank Becker
Gleich zwei Gebäude werden mit der am Freitag eröffneten Fotografie-Ausstellung "bespielt": Fünf Künstler stellen im Rathaus und im Bürgerhaus, unterstützt von "RATart" und "Gruppe 13", unter der Überschrift "Fünf Positionen zum fotografischen Bild" ihre fotografische und foto-grafische Sicht auf sich und auf die Welt aus.
Der Wuppertaler Grafiker und Fotograf Andreas Komotzki zeigt in der Serie "home" karge, bis zum Äußersten reduzierte Schwarz-Weiß-Fotos, die - aus der Bewegung des fahrenden Autos oder Zuges entstanden - den verwischten Blick des Vorübereilens haben, kühl, beinahe leer erscheinen. "home" nennt er die Serie, weil der dem eiligen Betrachter fremde Ort einem anderen Heimat ist. Komotzkis Fernweh und Heimweh reflektierende Bilder berühren. Einen Anteil an der eigenartig poetischen, anziehenden Wirkung hat dabei sicher auch die Technik des Pigment-Ausdrucks auf schweres Bütten. Der Duisburger Werbefotograf Thomas Seyffert hat ganz offensichtlich Humor und Sinn fürs Meditative. Seine Wasser- und Landschaftsbilder, Pflanzen-Details als farbige Großformate in Solvent Ink Druck lassen das Auge gerne verweilen. Eine Zeder reizt zum Haiku-Dichten und vor den brandenden Wogen (Vorsicht, nass!) möchte man beiseite springen. Humorvoll die Selbstbespiegelungen beim grafischen Einsatz des eigenen blanken Schädels und gereckten Zeigefingers. Die Wuppertalerin Renate Löbbecke hat Wohlstands-Müll und bunte Gemüsereste in kraftvollen Farben in Szene gesetzt und fotografiert - "Trash" ist der lakonische Titel ihrer Serie.
In unmittelbarer Nachbarschaft dieser Dokumentation des Wegwerfens findet sich die Foto-Strecke der Remscheiderin Renate Scherdin-Weßeler, die den Abriss der Krankenanstalten Burger Straße mit der Kamera begleitet hat. Die sachliche Bildfolge kommt über den Charakter einer Reportage nicht hinaus. Ein durch einzigartige Technik neues Genre hat der Remscheider Klaus Küster entwickelt, indem er durch Fortschreibung des Fotogramms das luminoplastische Relief (LPR) geschaffen hat. Fotografie ohne Apparat ist seine Sekunden-Belichtung von geprägten Fotopapieren mit dem Feuerzeug. Die witzige "Seeschlacht" entstand aus der Negativ-Schattenwirkung einer seitwärts "befeuerten" Heftklammer, das archaische Wisby-Labyrinth, der selbstironische "Pyromane", und der "Bürgerhausmehrzweckraumputz" sind Licht-Schatten-Wiedergaben von Strukturen.
Die umfangreiche Ausstellung ist bis zum 15. Juli zu sehen: Radevormwald, Hohenfuhrstr. 13 und Schloßmacherstr. 4-5, zu den Geschäftszeiten.
   
Talmagazin - 16. Mai  
Sartres "Geschlossene Gesellschaft" am 29. Mai unter freiem Himmel…
Von David Meister - Taltontheater
Nach den erfolgreichen Abenden im Forum Maximum spielt das TalTonTheater die Produktion "Geschlossene Gesellschaft - Ein Triptychon" ein weiteres Mal!
Diesmal im Rahmen des Kunstfluss Wupper Projektes 2005, einem Festival für darstellende Kunst, das an 3 Wochenenden, vom 28.Mai bis 26.Juni in Wipperfürth stattfindet. Schauspieler, Tänzer, Musiker und diverse andere Künstler gestalten ein abwechslungsreiches Programm für jung und alt.
Am Sonntag den 29.Mai um 18:00h spielt das TalTonTheater auf einer 68qm großen Open air-Bühne zum letzten Mal Sartres Klassiker. Zu diesem, und allen anderen Veranstaltungen im Rahmen des Festivals, laden wir Sie herzlich ein und wünschen viel Vergnügen!
www.talmagazin.de
   
Bergische Morgenpost - 03. Mai  
Wächter der Wupper
WUPPERTAL (hoff) Der Wupperverband hat sein zentrales Verwaltungsgebäude auf den Südhöhen über Wuppertal-Barmen mit Kunstwerken geziert, die anlässlich der „Kunstfluss Wupper"-Aktionen 2003 und 2004 entstanden waren. Dabei hatten die Künstler das Motto „Wupper gestreift" ganz unterschiedlich aufgefasst. Während zum Beispiel Rainer Grassmuck eine Art Landmarke installierte, die zumindest bei Sonnenschein mit ihren Reflexen tatsächlich Streifen auf das Wupperwasser zauberte, „streiften" andere nur das Thema, und zwar oft ziemlich weit am Rand. Grassmuck gab seiner weithin sichtbaren Installation - rote Lamellen in einem Ring, der zwischen

zwei Masten drehbar aufgehängt ist - den Titel „Wupperwächter". An einen Wächter - oder zumindest an einen Eingangskontrolleur - erinnert auch Cornelia Weinerts stummer Schwebebahn-Fahrgast. Die lebensgroße Plastik eines sitzenden Mannes, ganz in Blau mit hellem Hut, fährt regelmäßig Schwebebahn und ist besonders bei Kindern sehr beliebt. Zurzeit bewacht der blaue Mann Petra Pfaffs sockelartige Skulptur aus dem Stumpf einer mehrhundertjährigen Buche im Foyer des Wupperverbands-Gebäudes.
Die meisten der übrigen Arbeiten hängen im Flur des obersten Stockwerks. Da sind Collagen und Montagen aus Objekten, die im oder am Fluss gefunden wurden, wie Daniela Reinke-Hausers „Bundesgrenzschutz" aus Draht und Etiketten, zu sehen neben grafischen Arbeiten wie Gabriele Barcziks „Bewegungsfluss", das an einen Elfentanz erinnert, erkennbar am steinernen Ufer der Wupper mitten in der Stadt.
Was zum Beispiel Doris Oberschachtsieks riesenhafte, überwiegend in Rot und mit heftigem Strich gemalte Zusammenballungen aus Handflächen und Zehen oder Fußballen und Daumen oder Ragna Sichelschmidts vom Zufall geschaffene Farbschlieren auf Fotopapier wohl mit der Wupper oder deren Motto zu tun haben mögen, erschließt sich dem Betrachter weniger. Die Hauptverwaltung des Wupperverbandes ist normalerweise nicht für Publikum geöffnet. Interessenten haben aber Gelegenheit, die Objekte am 23. Juni zwischen 17 und 18 Uhr zu sehen. Die Ausstellung ist der Auftakt zum Event „Kunstfluss-Wupper", das am 28. Mai an der Wipper-/Wupperquelle bei Marienheide beginnt.

Richtigstellung:
Leider müssen wir einige Details dieses Artikels richtig stellen:
01. Das Thema der Ausstellung lautet nicht "Wupper gestreift". Dieses war lediglich der Titel von Kunstfluss Wupper 2004.
02. Zu dieser Ausstellung wurden KünstlerInnen aus dem Bergischen Land eingeladen, die bereits 2003 und 2004 an Aktionen von Kunstfluss Wupper teilgenommen hatten. Bei der Auswahl ihrer Arbeiten hatten die bereits in den vorangegangenen Jahren gezeigten Werke Priorität; dieses wurde aber nicht zur Bedingung gemacht.
03. Die Installation von Rainer Grassmuck trägt den Titel "Flußwächter".
04. Der "Wassermann" von Cornelia Weinert fährt nicht regelmäßig Schwebebahn, sondern nur im Aktionszeitraum von Kunstfluss Wupper und wirbt für das Projekt.
05. Doris Oberschachtsiek nahm mit ihren Arbeiten an Kunstfluss Wupper 2003 teil. Ein Bezug zu "Wupper gestreift" kann somit nicht hergeleitet werden.
06. Die Arbeiten von Ragna Sichelschmidt haben sehr wohl einen Bezug zu "Wupper gestreift", denn es gibt Streifen und streifen. Die Doppeldeutigkeit des Wortes "gestreift" ist in dem Artikel nicht erwähnt worden. (rg)

   
INSIDE magazin - Ausgabe Mai/Juni  
KUNSTFLUSS WUPPER:
VERANSTALTUNGS-SCHWERPUNKT IN WIPPERFÜRTH

Kunst zum Anfassen und Mitmachen
Der "Kunstfluss Wupper", inzwischen im 3. Jahr und weiter dabei, eine Größe im Bergischen Kulturkalender zu werden, schlängelt sich auch im Jahr 2005 wieder auf 113 Kilometern durch das Bergische Land - und wird in diesem Jahr seine Hauptattraktionen in Wipperfürth an Land spülen: Die älteste Stadt des Bergischen Landes erlebt 2005 die Schwerpunkte des Programms (siehe rechts), verbunden mit einem attraktiven Rahmenprogramm (siehe "Was ist los..." auf Seite 30).
In Wipperfürth wollen die Organisatoren des "Kunstfluss Wupper" ihr Anliegen vor allem vertreten: "Es findet kaum ein Austausch zwischen Künstlern und Kunstinteressierten statt", sagt Petra Pfaff, Künstlerin aus Halver und Mitbegründerin von "Kunstfluss Wupper". "Den Künstlern wird gehuldigt und die Veranstalter benutzen die Veranstaltungen für ihr Image. Aber genau das wollen wir eben nicht." Sondern: Einbeziehen der Zuschauer in den Werkvorgang, Ansprechen der Künstler, Heranführen von Schülern und Kindergartenkindern an die Kunst. Petra Pfaff: "Der Kunstbetrieb schließt oftmals alle nicht so bewanderten Kunstinteressierten aus. Bei uns soll es anders sein: Der Betrachter kann einfach mal gucken: Wie gehen Künstler, Semi-Professionelle, Laien oder Schüler mit einem Thema um." Kunst zum Anfassen und Mitmachen eben.
Dafür schreiben die Organisatoren alljährlich alle Schulen im Bergischen Land an. Schade, dass aus Wipperfürth, dem Hauptveranstaltungsort dieses Jahres, keine Resonanz kam (das St. Angela-Gymnasium wollte mit einer Theatergruppe dabei sein, konnte das geplante Stück aber nicht realisieren). Finanziert werden "Kunstfluss Wupper" und das Projekt "113" (das sind die festen Installationen am Fluss) noch zum Teil aus Fördermitteln des Landes, und von Sponsoren. "Aber da kommt leider auch nicht viel", sagt Petra Pfaff. Was bedeutet: Die Organisatoren steuern aus eigener Tasche Geld bei. Deshalb suchen sie auch dringend weitere Sponsoren. Petra Pfaff: "Sponsoren müssen nicht unbedingt immer Geld geben, manchmal haben sie auch Material, das für sie Abfall ist, von den Künstlern aber gern genommen wird." Als Gegenleistung gibt es Öffentlichkeitsarbeit in Zeitungsartikeln und die Erwähnung im alljährlichen Katalog. Wer mehr wissen will, kann das per Telefon bei Petra Pfaff (02353 - 2606) oder im Internet (www.kunstfluss-wupper.de) tun. Sponsoren können helfen, dieses ambitionierte Projekt am Leben zu erhalten (für die Veranstaltungen in Wipperfürth müssen allein 15.000 Euro aufgebracht werden) und noch weiter auszubauen.
Das Programm:
…an dieser Stelle steht im Original das komplette Programm…

 

 

 

 


Der Lachs ruft:
Installation aus dem Jahr 2003 von Hubertus Knopff

Januar-April      -      Juni